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Die Traditionelle Chinesische Medizin
Die Traditionelle Chinesische Medizin stellt wohl die bedeutendste Form der traditionellen Heilsysteme unserer Welt dar und blickt auf über 4000 Jahre an Erfahrung zurück. Durch ihre Stärken in Bereichen, in denen die westliche Schulmedizin nur in geringem Maße helfen kann, ergänzt sie die Behandlung durch moderne Schulmedizin auf ganz wunderbare Weise und kann oft Hilfe bringen, wo westliche Ärzte verzweifeln.
Während die westliche Medizin ihr Hauptaugenmerk meist auf die Erkrankung legt, so steht in der chinesischen Medizin die Gesundheit im Mittelpunkt. Gesundheit bedeutet hier nicht im Normbereich liegende Labormesswerte, sondern das körperliche, geistige und seelische Wohlbefinden des Einzelnen. Während die westliche Medizin Krankheit und Mensch oft als zwei voneinander unabhängige Faktoren sieht, gibt es in der TCM keine Krankheit ohne Menschen. Es wird somit immer der Mensch therapiert und nicht der Laborwert oder das Röntgenbild.
Aus diesem Grund kann die traditionelle chinesische Medizin schon zu einem viel früheren Zeitpunkt erfolgreich eingesetzt werden, an dem die moderne westliche Medizin noch nicht helfen kann, da der Patient noch „zu gesund“ ist und daher die Messwerte noch im Normbereich sind. Die chinesische Medizin versucht daher schon viel früher zu „agieren“ anstatt wie die westliche Medizin abzuwarten und dann zu „reagieren“. Denn eine Krankheit erst dann zu behandeln, wenn sie bereits ausgebrochen ist, gleicht einen Brunnen erst dann zu graben, wenn man bereits am Verdursten ist.
Auch kennt die traditionelle chinesische Medizin das Modell der Grundkonstitution, welche in der Folge auch unsere Krankheitsdisposition bestimmt. Dies erklärt, warum gerade der eine genau diese Erkrankung bekommt und der andere, der scheinbar genauso lebt, nicht. Auch erkranken wir ja nicht einfach nach dem Zufallsprinzip einmal so und einmal so, sondern bleiben unseren eigenen Beschwerden und Erkrankungen meist sehr treu. Deswegen wird in der traditionellen chinesischen Medizin individuell auf jeden Patienten eingegangen. Die Therapie wird somit immer individuell auf den Menschen angepasst, denn was für den einen gesund ist, kann für den anderen schon sehr schädigend sein.
Trotz der hervorragenden Leistungen der modernen westlichen Medizin, verliert sie doch durch ihre Besessenheit, jedes Detail unter artifiziellen Standardbedingungen, die mit dem echten Leben meist nur sehr wenig zu tun haben, wissenschaftlich analysieren zu müssen, leider manchmal den Blick auf die Ganzheit des Menschen. Wir können zwar mit hochtechnischer Apparatemedizin wunderbar die Spitze eines jeden Eisberges wegkappen, der riesige Teil unter der Wasseroberfläche wird jedoch nur selten beachtet. Im Gegensatz zur westlichen Medizin stellt die traditionelle chinesische Medizin somit weniger Reparaturmedizin als vielmehr Lebensstilbehandlung dar, der „chinesische“ Patient ist weniger „Behandelter“ als vielmehr „Handelnder“. Im Wesentlichen basiert die Traditionelle chinesische Medizin auf der Regulation von:
- Yin und Yang
- Den fünf Elementen
- Den 12 Haupt- und 8 Extrameridianen
