Autoimmunerkrankungen aus Sicht der TCM

Autoimmunerkrankungen aus Sicht der TCM

Autoimmunerkrankungen scheinen in der modernen westlichen Welt immer häufiger vorzukommen. Man könnte meinen, sie explodieren regelrecht.

Klassische Beispiele sind:

  • Morbus Hashimoto
  • Morbus Crohn
  • Colitis ulcerosa
  • Multiple Sklerose
  • Rheumatoide Arthritis
  • Psoriasis

Und viele mehr.

Aus Sicht der TCM können je nach Erkrankung unterschiedliche Muster dahinter stecken. Trotzdem gibt es gewisse Grundmuster, die fast alle Autoimmunerkrankungen gemeinsam haben. Aus Sicht der chinesischen Medizin gibt es meiner Meinung nach 5 Hauptursachen, welche sich in 2 Gruppen einteilen lassen:

  1. Oberflächliche Schichten:

In der Therapie von Autoimmunerkrankungen gilt es immer zuerst diese beiden oberflächlichen Problematiken zu beheben, bevor an der Tiefe gearbeitet werden kann. Insofern stellt die Behebung dieser beiden Ungleichgewichte immer die erste Phase einer jeden Behandlung einer Autoimmunerkrankung dar. Erst wenn diese beiden Ungleichgewichte in Ordnung gebracht sind, kann weiter an der Wurzel gearbeitet werden.

Eine Störung des Wei Qi und der Po Seele

Nach Ansicht der traditionellen chinesischen Medizin zirkuliert an unserer Oberfläche jener Teil unseres Qi, welcher unsere Oberfläche als Abwehr-Qi nach außen vor pathogenen Einflüssen schützt. Diese nach außen gerichtete Kraft schützt uns vor Krankheitserregern und Umwelteinflüssen aller Art und wird hauptsächlich von der Lunge über die Funktion unserer Hautporen regiert und reguliert. Bei Autoimmunerkrankungen scheint sich dieses Wei Qi statt nach außen nach innen zu richten und dadurch innere Strukturen anzugreifen. Hier gilt es, dieses Abwehr Qi wieder nach außen zu lenken, damit es seine normale Funktion wieder erfüllen kann.

Meine persönliche Hauptempfehlung zur Regulation des Wei Qi ist das Üben von Kung Fu oder anderen Kampfkünsten. Derartige Praktiken lehren uns die Selbstverteidigung nach außen, sprich sie lenken unsere Abwehrkraft an unsere Oberfläche, um uns zu schützen. Dadurch richtet sich auch unser Wei Qi automatisch nach außen, sodass das Trainieren von Kung Fu Übungen meiner persönlichen Meinung nach eine der effektivsten Behandlungsmethoden von Autoimmunerkrankungen darstellt!

Eine Blockade des Holz Elementes (Shaoyang)

Eine zweite Hauptursache für Autoimmunerkrankungen liegt in einer chronischen Blockade des Holz-Elementes, insbesondere von Leber und Gallenblase, aber auch auf der Shaoyang Ebene und somit auch auf dem dreifachen Erwärmer. Durch den Stress des Alltags stagniert unsere Lebenskraft Qi, sodass sich ein Druck im Körper aufbaut, welcher sich letztlich ein Ventil suchen muss. Aus diesem Grund gilt es das Qi wieder ins Fließen zu bringen, um den Druck aus Autoimmunprozessen herauszunehmen.

Eine chronische Leber-Qi-Stagnation bzw. Blockade des Shaoyangsystems lässt sich am Besten durch Bewegung auflösen. Gerade das Trainieren von Qigong oder Taiji Übungen eignet sich hervorragend, um unsere Lebenskraft Qi wieder ins Fließen zu bringen.

  1. Tiefere Schichten:

 

Nachdem die oberen beiden Problematiken gelöst wurden (was im Regelfall viele Monate bis manchmal Jahre dauern kann), gilt es den Körper langfristig zu stärken. Je nach Konstitution können unterschiedliche Funktionskreise betroffen sein.

 

Eine Schwäche der Mitte (Taiyin)

Die Milz im Sinne unseres Verdauungs- und Stoffwechselsystems stellt die Mitte und somit den Vermittler zwischen allen Organsystemen dar. Auch die westliche Medizin kennt inzwischen die wichtige Bedeutung einer guten Darmflora. Aus Sicht der TCM gilt es bei Autoimmunerkrankungen langfristig oft Feuchtigkeit aus dem Körper auszuleiten und die Mitte zu stützen, um effektive Stoffwechselprozesse des Körpers zu gewährleisten.

Eine Schwäche von Yang (Shaoyin)

Langfristig gilt es meist das Yang von Herz und Niere zu stützen damit dieses vor allem gut verankert bleibt und nicht durch den Körper schwebt und Entzündungen entfacht. Ein starkes Yang ruht im Inneren und ist gut im Blut verankert.

Eine Schwäche von Blut (Jueyin)

Da Blut der Träger des Yang oder gewissermaßen eine flüssige Form von Yang darstellt, gilt es auch oft das Blut zu stärken, welches das Yang verankert.


Herzlichst
Christopher Po Minar


Hier geht es zum Kung-Fu Online Kurs gegen Autoimmunerkrankungen: https://deskaisersmedizin.com/acht-harmonien-kung-fu/

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