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„Den Schildkrötenpanzer streicheln“

Ablauf der Übung
Senken Sie die Hände über den Füßen noch weiter ab und wandern Sie mit Ihrer Aufmersamkeit zum Akupunkturpunkt „Sprudelnde Quelle“ (Niere 1) am Übergang des vorderen zum mittleren Drittel der Fußsohle hinunter. Atmen Sie während dieser Bewegung aus. Nehmen Sie nun wieder mit einer schöpfenden Bewegung beider Hände Qi aus der Erde auf und heben Sie nun beide Hände bis auf Höhe des Unterbauches. Die Handflächen zeigen hierbei nach oben. Qi fließt hierbei in den Beinen hinauf zu beiden Nieren. Atmen Sie während dieser Bewegung ein. Drehen Sie nun beide Hände in einer kreisenden Bewegung langsam um, sodass die Handflächen wieder nach unten zeigen. Atmen Sie während dieser Bewegung aus. Bewegen Sie anschließend beide Hände auf Höhe des Unterbauches gerade nach vorne vom Körper weg. Die Hände sind dabei eng nebeneinander, die Fingerspitzen zeigen nach vorne. Öffnen Sie nun beide Hände auf die Seite und kreisen Sie auf Höhe der Taille zur Seite. Die Handflächen zeigen hierbei zum Körper, die Fingerspitzen nach unten. Atmen Sie während dieser Bewegung ein. Qi fließt hierbei im Gürtelmeridian Dai Mai um die Taille. Die Hände kreisen weiter nach hinten, schließen Sie beide Fäuste und legen Sie beide Handrücken auf die Nieren, wobei die Daumenseiten nach oben gerichtet sind. Atmen Sie während dieser Bewegung aus. Heben Sie nun die Fersen vom Boden ab und pressen Sie gleichzeitig die Handrücken gegen den Rücken und nach oben. Atmen Sie während dieser Bewegung ein. Lassen Sie anschließend die Fersen wieder auf den Boden zurückfallen. Auch die Fäuste senken sich am Rücken wieder ein wenig. Atmen Sie während dieser Bewegung aus. Achten einerseits auf eine aufrechte Wirbelsäule, andererseits darauf, nicht zu stark auf den Boden zurück zu fallen. Ziel der Übung ist es, eine Vibration im gesamten Körper, vor allem aber im Nierenbereich auszulösen. Wiederholen Sie diese Bewegung acht Mal. 

Wirkung der Übung 
Diese Übung dient dazu, das Yang der Niere zu aktivieren. Bereits der Übergang verbindet die sprudelnden Quellen an unseren Füßen mit unserem Zentrum. Bei der nachfolgenden „eigentlichen“ Übung ist vor allem auch die Phase nach dem Aufprallen der Fersen von entscheidender Bedeutung. Während dieser sollte in den Körper nachgefühlt werden. Wir sollten versuchen, die Vibration (vor allem in der Nierengegend) nachzuspüren. Erst wenn sich diese gelegt hat, sollte man die Fersen wieder heben. Hierbei kommt es nicht darauf an, wie hoch man die Fersen hebt und wie fest man auf den Boden knallt, sondern wie gut man diese Vibration weiterleiten und erspüren kann. Während des Fallenlassens der Fersen sollte gleichzeitig der Kopf in Richtung Himmel gezogen werden, um eine Belastung der Bandscheiben zu verhindern. Nach der Übung tritt sehr oft ein Gefühl der Wärme im Körper auf.