Der eine Grund, warum so viele Therapien scheitern

Der eine Grund, warum so viele Therapien scheitern, ist kein anderer als:

Der Mensch will nicht, dass die heilende Maßnahme die Gemütlichkeit des vertrauten Alltags stört.

Auch wenn es paradox erscheinen mag, aber:

Leiden liegt innerhalb unserer Komfortzone.

Wir gewöhnen uns an unsere Beschwerden und arrangieren uns mit ihnen. Um zu heilen, müssen wir allerdings unsere Komfortzone proaktiv verlassen und uns in unbekanntes Territorium vorwagen. Auch wenn dies unbequem erscheint. Gerade die Traditionelle Chinesische Medizin ist per se sehr unbequem. Die Nadeln schmerzen, die Kräuter schmecken fürchterlich, wir sollen nicht alles essen und sogar Gesundheitsübungen tagtäglich vollbringen. Und diese Unbequemlichkeiten sind gut so. Wir sollen niemals vergessen, wie schmerzhaft die Akupunktur und furchtbar der Geschmack der Kräuter ist, damit wir in Zukunft gesund bleiben, um diese Maßnahmen nie wieder in Anspruch nehmen müssen.

Priorität ist abhängig vom Leidensdruck und der Frage, was wir bereit sind, für unser Ziel zu opfern.

Sind wir bereit auf gewisse Dinge zu verzichten, gewisse Mühen auf uns zu nehmen und Energie zu mobilisieren, um Veränderung zu initiieren? Traurigerweise benötigt der Mensch meist sehr tiefgreifende Weckrufe wie eine Krebserkrankung oder ähnlichem, um plötzlich Kraft, Energie und Willen zu entwickeln, sich um sich selbst zu kümmern.

Die tiefe und vor allem emotionale Erkenntnis, dass unser physisches Leben hier vielleicht ein Ende haben könnte, verschiebt die Prioritäten meist ganz massiv.

Wie erreichen wir im Genesungsprozess diese Notwendigkeit? Durch die Erkenntnis, dass wir nur einmal leben. Eine wunderbare Möglichkeit diese Erkenntnis zu haben ist es, todkrank zu werden. Dann wird Gesundheit meistens tatsächlich eine Notwendigkeit. Ich empfehle es definitiv nicht so weit kommen zu lassen und dies schon vorher zu begreifen.

Triff kraftvolle Entscheidungen und komm vom Möchten zum Wollen zum alternativlosen Müssen.

 

In diesem Sinne,
herzlichst,
Christopher Po Minar

1 Comment

  1. Lieber Herr Dr. Po Minar,
    ich vermute diese Komfortzone des Leidens, wie Sie es nennen, instinktiv schon länger. Bislang hab ich es aber noch nicht geschafft, auszusteigen, die Schwermut verhindert es immer wieder. Vielleicht auch das nur eine Ausrede!!!
    Danke jedenfalls, dass Sie diese Erkenntnis mit uns teilen. Sie hat mich wieder einmal auf den richtigen Weg hingewiesen.
    Ganz liebe Grüße
    Irene Dürkop

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