Die acht Hauptausreden, kein Qigong zu üben und Dr. Minar´s Antworten darauf

1. „Ich bin nicht ruhig genug zum Üben“

Umso besser! Wenn Sie nämlich Ruhe hätten, bräuchten Sie gar nicht üben. Nicht zu üben, weil man nicht ruhig genug ist, ist so als ob man sage, man könne nicht duschen, da man zu schmutzig dafür ist. Zahlreiche Studien belegen, dass der Nutzen von Qigong am besten sei, wenn man möglichst unruhig und nervös ist.

2. „Ich bin zu müde zum Üben.“

Dann gehen Sie schlafen! Wenn Sie in einem solchen Moment nicht bereits am Einschlafen sind, so sind Sie mit Sicherheit nicht zu müde. Es gibt zahlreiche Übungen, die im Sitzen oder Liegen durchgeführt werden können. Sie müssen auch nicht lange üben. Ein paar Minuten reicht schon und Sie sind nachher weniger müde. Garantiert.

3. „Es ist bei mir daheim nicht ruhig genug um zu üben“

Auch diese Ausrede lasse ich nicht gelten. Wissen Sie, wie ich die letzten Jahre meist geübt habe? Ich übe meist in der Früh vor meinem Frühstück in unserem Wohnzimmer. Währenddessen koche ich natürlich mein Frühstück. Dies bedeutet, dass ich ca. dreimal während meiner Übungszeit meine Übungen unterbreche, um meinen Frühstücksbrei umzurühren (damit er nicht anbrennt) und den Herd dann auch rechtzeitig abzuschalten. Des Weiteren steht dann mein Sohn während meiner Übungszeit auf, um in die Schule zu gehen. 

Er läuft somit mehrmals an mir vorbei, inklusive Handy und Bose Speaker, aus dem die neuesten HipHop- und Dance- tracks auf jugendlicher Lautstärke laufen. Bevor er uns dann wegen der Schule verlässt, verabschiedet er sich natürlich noch von mir und ich darf ihm dann auch noch Geld für den Tag mitgeben, sodass ich dann wieder mein Training unterbreche, um zu meiner Geldbörse zu gehen. Trotz all dem würde ich niemals auf die Idee kommen, dass ein Training in der Früh nicht effizient oder sogar sinnlos sei.

4. „Ich merke mir die Übungen nicht“

Ich auch nicht. Zumindest nicht alle. Nicht alle Übungen, die es auf dieser Welt gibt. Aber ein paar habe ich mir schon gemerkt. Ein oder zwei Übungen können Sie sich mit Sicherheit auch merken. Man muss nicht 10 oder 20 oder noch mehr verschiedene Übungen trainieren. Es reichen 1-3 Übungen, die man konsequent jeden Tag übt.

5. „Ich bin mir nicht sicher, ob ich die Übungen richtig mache“

Ich auch nicht. Da ich bis jetzt immer wieder die Erfahrung gemacht habe, dass ich persönlich die Übungen verbessern kann, habe ich sie bis jetzt nie zu 100% richtig gemacht. Die Wahrheit ist: Man kann Übungen nicht richtig oder falsch machen. Man kann sie nur besser oder noch nicht so gut machen. Es wird bei jeder Übung aber immer mehr richtig sein als falsch, solange man sich bemüht.

6. „Ich habe einfach keine Zeit zum Üben“

Das stimmt nicht. Jeder Mensch auf dieser Welt hat genau 24 Stunden Zeit am Tag. Es liegt also einzig und alleine daran, wie man die Prioritäten setzt. Zugegebenermaßen haben natürlich manche Menschen einen etwas fördernderen Job und andere einen etwas ruhigeren. Manche Menschen haben vielleicht Kinder, um die sie sich kümmern müssen oder andere Verpflichtungen, während andere etwas mehr Freizeit genießen dürfen. Trotzdem ist es so, dass jeder Mensch schläft. Zumindest habe ich bis jetzt noch keinen Menschen getroffen, der dies nicht täte. 

Daher gilt: eine viertel Stunde weniger Schlaf und dafür eine viertel Stunde Qigong ist um ein Vielfaches gesünder als eben diese viertel Stunde länger zu schlafen. Durch diese viertel Stunde des Übens werden Sie wesentlich weniger Schlaf benötigen, sind während des gesam- ten Tages klarer, frischer und energiegeladener. Selbst wenn Sie nur 4 Stunden am Tag schlafen, so ist es besser nur 3 und 3⁄4 Stunden zu schlafen und dafür eine viertel Stunde lang zu üben. Diese Ausrede gilt somit letztlich nur, wenn Sie tatsächlich 0 Stunden pro Tag schlafen und 24 Stunden am Tag zu irgendetwas „verpflichtet“ sind.

7. „Das Chi in meiner Wohnung ist so schlecht. Ich habe Angst, dass ich mich damit vergifte“

Dann stellen Sie sich einfach einen schönen Ort vor. Solange nur ein Hauch an Sauerstoff in Ihrem Raum ist, so ist genügend gutes Chi vorhanden. Blenden Sie alles andere heraus, was Sie umgibt und legen Sie Ihren Fokus ganz auf Ihr Inneres. Dort ist es schön.

8. Ich werde morgen beginnen.

Mit großer Wahrscheinlichkeit nicht. Morgen ist nicht besser als heute. Es gibt keinen idealen Tag zum Üben. Alles was zählt, ist jetzt.

2 Kommentare

  1. Alexandra sagt:

    Genauso ist es ! Danke für diese wertvollen motivierenden Worte Christopher ! Ich werde nun wiedet beginnen mit Qi Gong nachdem ich ein paar Jahre ausgesetzt habe . Hab mir den Wecker auf 15 Minuten früher gestellt 😊lg Alexandra

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