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Ein paar Gedanken über das Denken 🙂

Das Denken
Kennst du den Satz „Du bist nicht allein auf dieser Welt.“? Doch das bist du!

Denn du lebst in deiner eigenen von dir geschaffenen Realität.
Ja, richtig. Die meisten Menschen leben somit gar nicht in unserer Welt, sondern in einer, die ihre Gedanken Ihnen geschaffen hat. In jenem Märchen, welches ihnen ihre Gedanken vorgaukelt. Nur leider ist dieses Märchen meist kein sehr amüsantes Märchen, sondern ein Horrorfilm oder ein Drama. In den besten Fällen vielleicht einmal eine Komödie. Für manche ist es natürlich auch eine Superhelden Geschichte. Im Marvel Universum. Oder DC. Je nach Vorliebe unseres Geschichtenerzählers.

Unser Ego liebt diesen Geschichtenerzähler. Es wächst an unserer Identifikation mit Gedanken, sodass unser Geschichtenerzähler in uns für unser Ego von größter Bedeutung ist. Wie denn sonst könnte es sein, dass alle anderen falsch liegen und nur wir Recht haben.

  1. Wir denken zu viel.

Aus der Gehirnforschung wissen wir, dass wir zirka 6.000 Gedanken pro Tag haben, wobei 95% der Gedanken bereits gedacht wurden, nur 5% sind neu. Wozu das ganze alte Zeug noch denken? Denk mal darüber nach!

Wer behauptet, ein Grübler von Natur aus zu sein, hat in Wirklichkeit nur zu wenig Disziplin im Hier und Jetzt zu leben.
Denken hindert uns daran, das Hier und Jetzt zu genießen, weil es uns von der Gegenwart fernhält.

Wir können uns nicht in den gegenwärtigen Moment hineindenken, wir können uns nur hinein fühlen.
Wir kennen sicher alle das berühmte Zitat eines Zen Meisters auf die Frage, was das Geheimnis seines langen, glücklichen Lebens sei:

Wenn ich gehe, dann gehe ich.

Wenn ich stehe, dann stehe ich.

Wenn ich sitze, dann sitze ich.

Wenn ich esse, dann esse ich.

Oder wie es Forrest Gump schon sagte, nachdem er wochenlang nur gelaufen war:
Wenn ich hungrig war, dann aß ich. Wenn ich müde war, dann schlief ich, und wenn ich, sie wissen schon, dann ging ich.

Was tun wir meist? Wenn wir sitzen, denken wir ans Aufstehen. Wenn wir Aufstehen, denken wir ans gehen. Während wir gehen, essen wir vielleicht und reden mit jemandem (und sei es uns selbst) über irgendetwas, was einmal war oder vielleicht sein könnte. Wer kann heutzutage noch im Hier und Jetzt sein? Kinder. Nehmen wir uns ein Beispiel!

Kennst du die Geschichte vom Tausendfüßler, der von der Ameise gefragt wurde, wie er es denn schaffe, all seine Beine koordiniert zu bewegen? Ab diesem Zeitpunkt, an dem der Tausendfüßler, der von der Ameise gefragt wurde, wie er es denn schaffe, all seine Beine koordiniert zu bewegen? Ab diesem Zeitpunkt, an dem der Tausendfüßler erstmals darüber nachdachte, wie er es tatsächlich schaffen konnte, all seine Beine aufeinander abzustimmen, konnte er nie wieder gehen.

Unsere gesamte Aufmerksamkeit nur auf den jetzigen Augenblick zu lenken und mit all unseren Sinnen im Hier und Jetzt anzukommen ist von essenzieller Bedeutung für die Harmonie des Erdelementes. Zumindest von Zeit zu Zeit sollten wir sowohl zeitlich als auch räumlich präsent sein und einfach das genießen, was da ist. Wir ersetzen dadurch Gedanken und Grübeln durch Wahrnehmung und Gefühl. In dem Moment, in welchem wir uns der Stille bewusst werden, endet unser Denken. Sofort. Es ist nicht möglich gleichzeitig zu denken und die Stille wahrzunehmen. 

Sobald wir in die Stille gehen, endet unser Denken und wir werden wieder wir selbst.

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