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Mit Achtsamkeit und Yoga das Gehirn auf Glück programmieren

Das Interesse an Meditation boomt, auch wenn es derzeit noch nicht so viel Menschen gibt, die sie tatsächlich regelmäßig praktizieren. Große amerikanische Universitäten unterhalten schon lange eigene Forschungszentren zur Untersuchung der Auswirkungen der Meditation auf unser Gehirn. Jon Kabat Zinn entwickelte ein mittlerweile sehr bekanntes Achtsamkeitstraining MBSR (Mindful Based Stress Reduction), mit dem sich Stress und Ängste erwiesenermaßen reduzieren lassen. Nachdem sich MBSR bei Stress und Schmerzmanagement bewährt hatte, wurde es auch bei Depressionen eingesetzt. Die wissenschaftlichen Ergebnisse waren beeindruckend.

  • Förderung der emotionalen Regulation
  • Stärkung der Empathiefähigkeit
  • Reduktion negativer Gefühle
  • Verbesserung des Selbstwertgefühls
  • Senkung der Schmerzempfindlichkeit
  • Verbesserung des psychischen Wohlbefindens

Wenn Sie Ihre Yogaübungen achtsam ausführen, können Sie die Entwicklung positiver Gefühle nachhaltig unterstützen. Diese positiven physiologischen Abläufe werden in Gang gesetzt:

  • Verbesserung des Sauerstoffumsatzes
  • Absenkung des Stresshormons Kortisol im Körper
  • Absenkung des Cholesterinspiegels
  • Regulierung des Blutdruckes
  • Zunahme langwelligerer Gehirnströme (Zeichen für Ruhe und Entspannung)
  • Stärkung des Immunsystems
  • Anpassung der Konzentration von Neurotransmittern, wie Dopamin und Serotonin

Durch regelmäßige Meditation können Sie dafür sorgen, dass Ihr Gehirn Glückshormone produziert. Die vermehrte Ausschüttung von Oxytocin und Dopamin im Hypothalamus führt zu positiven emotionalen Zuständen. Bei Menschen, die länger meditieren erhöht sich außerdem die Konzentration von Serotonin im Blut, was zu guter Laune, einem erholsamen Schlaf und einer besseren Verdauung führt.

Eine achtsame Yogapraxis, die anhaltendes, bewusstes Bemühen erfordert, erzeugt auf lange Sicht dauerhafte Veränderungen im Nervenzellwerk des Gehirns. Besonders die Aktivität des vorderen linken Bereichs der Großhirnrinde (linker Frontallappen) wird erhöht. Das Nervenzellnetzwerk in diesem Bereich wird dichter und stärker. Seine Aktivität stabilisiert Ausgeglichenheit und Gemütsruhe und führt so auch zu einem inneren Glücksempfinden.

Durch die Asanapraxis im Yoga können Sie erleben, was es bedeutet sich im eigenen Körper wohlzufühlen. Sie erfahren die wohltuende Wirkung einer Dehnung, die Freude an der Ausführung geschmeidiger Bewegungsabläufe oder an der tiefen Ruhe einer Entspannungsübung. Nicht nur durch Meditation, sondern bereits durch achtsam ausgeführte Asanas können Sie den Sinn für Ihre Innenwahrnehmung entfalten und verfeinern.

Ausführlichere weitere Informationen finden Sie in dem empfehlenswerten Buch von der bekannten Yoga-Expertin Anna Trökes und der Neurowissenschafterin Dr. Bettina Knothe:

Yoga-Glück. Neue Erkenntnisse aus der Neurobiologie. 10 Übungsreihen mit Happinessfaktor. 2016, Gräfe und Unzer-Verlag, München.

Wenn Sie die positiven Wirkungen von Yoga und Achtsamkeit längerfristig in Form eines regelmäßigen Kurses ausprobieren wollen, möchte ich Sie ganz herzlich zu einem meiner zwei Mittwoch-Abendkurse im Anshen Zentrum einladen:

Hatha- Yoga: Mittwoch, 17.30 – 19.00:
Yoga und TRE: Mittwoch, 19:15 – 20-45

Wenn Sie Zeit und Interesse haben, freue ich mich auf Ihre Anmeldung unter [email protected] oder per SMS bzw. telefonisch unter Mobil: +43 699 811 277 51 und darauf, Sie persönlich kennenzulernen.