Fünf weise Sätze darüber, wie Gedanken unser Schicksal formen
2. Januar 2019

Wussten Sie, dass die Lunge eine eigene Seele besitzt?

Die Lunge kontrolliert die Atmung und das Qi, sie reguliert die Wasserwege und hat hier vor allem eine verteilende und herabführende Funktion. Sie beherbergt unsere Körperseele („Po“), regiert die Haut und öffnet sich in der Nase.

Die Lunge des Körpers regiert das Qi und ist neben der Milz ganz maßgeblich an der Energieproduktion des Körpers beteiligt. Die chinesische Lunge beginnt eigentlich bereits an der Nasenspitze, sodass der gesamte Hals-Nasen-Ohren-bereich ebenso zur „chinesischen Lunge“ dazuge- hört. Die Lunge erhält ihre Kraft sehr stark von der Milz, welche nach dem 5-Elemente Zyklus das Mutterorgan darstellt.

Die Lunge regiert auch die Haut bzw. Poren und ist für unsere Abgrenzungsfähigkeit ganz essenziell. Haut, Lunge und Dickdarm stellen unsere Kontaktflächen mit der Außenwelt dar und bestimmen, wie durchlässig oder abgegrenzt wir sind. Eine zu starke Abgrenzung im Sinne einer emotionalen Ritterrüstung, als auch eine zu schwache Abgrenzung sind auf Dauer schadhaft.

Um die Lunge zu unterstützen gilt es immer neben der Milz auch die Niere zu stärken, da diese nach Ansicht der TCM die Lunge bei der Einatmung unterstützt. Eine weitere Aufgabe der Lunge ist es, das „klare Qi des Himmels“ zu empfangen. Wenn sie dies ausreichend schafft, so herrscht ins uns der „klare blaue Himmel“, sprich auch unser Gemüt ist in guter Verfassung. Wenn die Lunge schwach wird, neigt der Mensch meist zu Traurigkeit und Melancholie, bzw. ist es auch so, dass Trauer und Melancholie die Lunge schwächen. Manchmal führt auch ein Stau der Leber dazu, dass das Zwerchfell nicht gut bewegt werden kann und dadurch die Lunge nicht gut und tief durchlüftet wird. Hier gilt es dann umso mehr eine tiefe und ruhige Bauchatmung zu trainieren, um die Leber zu entspannen und das Lungen-Qi zu kräftigen. Eines der Hauptthemen der Lunge ist das „Loslassen“. So wie auch der Dickdarm für das Loslassen von nicht verdaubarer Nahrung zuständig ist, ist auch die Lunge für das Loslassen von Dingen zuständig, die uns nicht mehr von Nutzen sind oder uns zu sehr belasten.

Po, die animalische Seele der Lunge

Unser Po ist für die Aufrechterhaltung aller physiologischen, körperlichen Funktionen zuständig. Er gibt wie ein Architekt durch unsere spontanen Reflexe die Befehle zum Essen, Trinken, Atmen. Po wird bei Geburt mit dem ersten Atemzug aktiviert und zeigt sich unmittelbar danach durch zahlreiche Überlebensreflexe. Nicht umsonst wird das Atmen manchmal als das „Pulsieren des Po“ bezeichnet. Er hält unsere Form aufrecht und verleiht uns den (Lebens)Instinkt, (unbewusst) Gefahren aus dem Weg zu gehen und am Leben zu bleiben. Der Po ist es, der uns sagt, „nicht in dieses Flugzeug einzusteigen“ und dafür sorgt, dass Form und Aussehen weiterlebt. Er gibt uns auch ein Gefühl für unsere eigenen Grenzen und vergleicht diese mit der Stärke unserer Basis. Er ist somit eng mit unserem Immunsystem verknüpft. Hierbei ist es auch die Aufgabe des Wei Qi als Manifestation des Lungen Qi und Ausdruck des Po vor Krankheiten zu schützen. Ganz gleich wie Hun wird auch Po zum Unterbewusstsein gerechnet. Ein zu starker Po führt zu vermehrtem Egoismus, ein zu schwacher Po hingegen zu märthyrerhafter Selbstaufopferung. Der Po steht somit vor allem mit der Zukunft in Verbindung. Viele Erkrankungen, die durch Somatisierung von emotionalen Störungen entstanden sind, basieren auf einem Po Problem. Po regeneriert sich am Besten durch tiefen Schlaf. Auf der anderen Seite kann ein überaktiver Geist (Shen) den Po schwächen, ganz so wie Feuer das Metall schmilzt. In einer geborgenen und sicheren Familie aufzuwachsen ist essentiell für die starke Entwicklung des Po eines Kindes. Auch Dankbarkeit ist eine Tugend, die für diese Seele unterstützend wirkt. Eine wunderbare Möglichkeit, um Po (vor allem in Kindern) zu festigen, ist Kampfkunst. Vor allem auch die äußeren, etwas härteren Stile wirken hier besonders gut.

Der Lungenmeridian

Lesen Sie hier den Verlauf des Lungenmeridians.

Sie können diesen immer wieder einfach selbst mit dem Daumen massieren, um so die Funktion der Lunge zu stärken.

Der Lungenmeridian

Der innere Verlauf des Lungenmeridians beginnt in der mittleren Leibeshöhle im Bereich des Magens, steigt ab zum Dickdarm und dann wieder hinauf zu Magen und Zwerchfell bis in die Lunge. Anschließend kommt er im Bereich des 1. Intercostalraumes an die Oberfläche und läuft am lateralen Oberarm hinunter, über die radialen Seiten des Unterarmes bis hin zum radialen Daumennagelfalzwinkel.

Das könnte Sie auch interressieren: