Unsere Gedanken formen unseren Körper und lösen körperliche Reaktionen aus, auch wenn unsere Ratio völlig widerspricht. Haben Sie beispielsweise gewusst, dass es Menschen gibt, die im Kino weinen? Obwohl sie genau wissen, dass es nur ein Spielfilm ist mit Schauspielern, die nur so tun, als ob sie erschossen werden, traurig oder wütend sind oder eine Romanze erleben? Gleiches können wir durch unsere Imagination bewirken. Wenn wir uns eine Zitrone im Mund vorstellen, werden wir Speichel produzieren. Wenn wir uns Heilung in einem Körper Areal vorstellen, so wird auch dieses reagieren.

Alles in unserem Universum materialisiert sich nur, wenn es einen geistigen Impuls bekommt.

Gesundheit ist von den Gedanken abhängig, die wir tagtägich denken, von den Emotionen, die wir fühlen, von den Handlungen die wir tätigen. Wer wirklich gesund werden will, muss viel mehr, als nur Kräuter einnehmen, akpunktiert oder massiert werden. Wer gesund werden will, muss ein komplett neuer Mensch werden!

Heilung ist Veränderung.

Natürlich ist es (vor allem für junge Menschen unter hundert) gut, Ziele im Leben zu haben, trotzdem bin ich der Meinung, dass unser Fokus weniger auf dem Ziel, sondern mehr auf der Richtung und dem Weg liegen sollte, der dorthin führt. Noch wichtiger als die Frage, was genau mein Ziel ist, ist es herauszufinden und zu definieren, was für ein Mensch ich sein oder werden muss, um dorthin zu gelangen.

Anstatt uns also beispielsweise darauf zu fokussieren 10 kg abzunehmen, könnten wir uns fragen, was für ein Mensch ich werden muss, der sein Idealgewicht erreicht und behält.

Anstatt uns darauf zu fokussieren 1 Millionen Euro zu diesem oder jenen Zeitpunkt zu verdienen, könnten wir uns darauf fokussieren ein Mensch zu werden, dem Geld wichtig ist und der sich damit beschäftigt 1 Millionen Euro zusammenzutragen.

Anstatt sich krampfhaft darauf zu fokussieren eine glückliche Partnerschaft zu erreichen, kann man sich fragen, welche Eigenschaften ein Mensch mit einer glücklichen Partnerschaft besitzt, um dann ein solcher zu werden.

Anstatt uns auf einen erhöhten Blutdruck zu fokussieren, könnten wir uns fragen, wie ein Mensch im Regelfall ist, der einen normalen Blutdruck hat. Es könnte zum Beispiel einer sein, der sich nicht dauernd über alles aufregt, der sich gesund ernährt, der Sport betreibt und sich regelmäßig entspannt. Um dann genau so ein Mensch zu werden.

Um gesund zu werden, müssen wir ein komplett neuer Mensch werden.

Welche „Einstellung“ wir also zum Leben haben ist abhängig davon, wie wir unser System „einstellen“. Und je mehr Verantwortung wir über unser Leben nehmen, desto besser wird dieses. Während vielleicht manche tagtäglich nach Ausreden suchen, können wir an Lösungen arbeiten. Es gilt somit den Fokus nicht auf die Umstände, sondern immer auf die Antwort zu legen. Die Antwort ist viel wichtiger und mächtiger als die Umstände und für das Ergebnis entscheidend.

Die Opferrolle verlassen.

Ein Schlüssel zum Glück, aber auch zur Gesundheit ist es, die Verantwortung über das eigene Leben zu übernehmen sprich nicht den Umständen oder anderen Menschen die Schuld für etwas zuzuweisen. Wann immer wir einen Schuldigen für etwas finden, so begeben wir uns in eine Opferrolle und verleihen dieser anderen Person alle Macht über uns. Warum?

Wenn die Umstände nicht passen, so gilt es die passende Antwort zu finden! Wenn wir Verantwortung übernehmen, so lenken wir den Fokus auf die Antwort, welche bereits im Wort „Verantwortung“ enthalten ist. Denn unsere Umstände, die wir so oft als Ausreden missbrauchen, sind in Wirklichkeit neutral. Es ist unser beurteilender Geist, welcher die Umstände als hinderlich oder fördernd ansieht. Wie viele erfolgreiche Menschen wurden genau deshalb erfolgreich, weil die Umstände oberflächlich betrachtet fürchterlich waren. Viele Menschen wären nicht reich geworden, wenn sie nicht besonders arm gewesen wären. Viele Menschen wären nicht gesund und fit geworden, wenn sie nicht am Anfang krank und schwach gewesen wären. Umstände sind weder gut noch schlecht, der entscheidende Faktor ist unsere Antwort darauf! Wir als Menschen müssen die Veränderung sein, die wir gerne in anderen Menschen sehen möchten.

Schon Göthe hat gesagt: Nicht die Umstände bestimmen uns, sondern wir bestimmen die Umstände.

Ob wir glauben, dass etwas möglich ist oder nicht, wir haben in jedem Fall Recht.

2 Kommentare

  1. Christine Russegger sagt:

    Sehr geehrter lieber Herr Dr. Po Minar,

    durch diesen wunderbaren Vortrag hatte ich soeben ein Aha-Erlebnis. Ich danke Ihnen sehr dafür.
    Mit besten Grüßen
    C.R.

  2. Ursula Huggenberger sagt:

    Es geht ums Eingemachte. Das habe ich verstanden. Und es ist eine Krise zu erwarten. Es ist alles anders als man gedacht hat. Kein Stein bleibt auf dem anderen. Wer will das? Wer hat den Mut? Wer versteht das, wer akzeptiert das? Wohl nicht unser Verstand! Der rebelliert. Ihn einfach reden lassen, das kann helfen. Wir sind nicht unser Verstand. Guruji Mohan hat in einem Seminar nur davon gesprochen, dass wir verstehen müssen, was unser Verstand ist. Es ist wirklich gut, sich nicht mit dem zu identifizieren, was man denkt. Das was wir denken ist jenseits von Freiheit. Unser Verstand ist konditioniert, manipuliert, er ist vergleichbar einem PC Programm. Gesund werden kann man nur, wenn man frei wird. Wenn man versteht was der Verstand ist. Die Lösung jedes Problems liegt in uns. Erzählen wir von einem Problem und lassen das gesprochene rückwärts laufen, so gibt das Unbewusste und die Seele Kommentare dazu ab. Ich vermute mal, dass wenn wir Qi Gong machen, oder Yoga und unser Verstand zur Ruhe kommt, wir die Stimmen des Unbewussten und der Seele hören können. Meditation ist dann vielleicht, wenn wir zu allem was der Verstand sagt über andere Menschen oder über Situationen: Es geht mich nichts an. Das habe ich gelesen in einem Buch über Buddhismus. Und ich selbst habe die Beobachtung gemacht, dass Hilfe dann gekommen ist, wenn es mir so schlecht ging so dass ich zugab, dass ich nicht mehr weiter weiss. Der Verstand weiss nicht weiter. Ich war wieder mal mit dem Verstand identifiziert. Die Engel können uns nur helfen, wenn wir den Weg dafür frei geben, wenn wir sozusagen zugeben, dass wir nicht mehr weiterwissen…
    Engel können vieles sein. Auch ein Lehrer kann so ein Engel sein. …
    Herzliche Grüsse Ursula

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