Warum Kampfkünste unsere Abwehrkräfte stärken

Kampfkünste sind letztlich spirituelle Disziplinen, die den Kampf als Trainingsmethode verwenden. Sie trainieren die Fähigkeit, sich verteidigen zu können, damit wir unsere Gesundheit bewahren und unsere Existenz sichern können. Nach Ansicht der TCM ist dies ist im Wesentlichen die Aufgabe unserer Körperseele „Po“, welche in unserer Lunge haust.

Die Seele des Po ist unlösbar mit unserem Körper verbunden und kehrt bei dessen Tod in die Erde zurück. Er kann somit als der körperliche Ausdruck der Seele gesehen werden. Po formt, kontrolliert und organisiert ab dem Zeitpunkt der Empfängnis den Körper. Wenn der Körper stirbt, bleibt Po zwar noch einige Zeit in den Knochen erhalten, kehrt aber dann zur Erde zurück. Po ist eng mit der Essenz verbunden und wird primär von der Mutter gegeben.

Wie Hun Bewegung in den Geist bringt, so bringt Po Bewegung in die Essenz und ist gerade für die ersten physiologischen Prozesse nach der Geburt verantwortlich. Unser Po ist im Wesentlichen für die Aufrechterhaltung aller physiologischen, körperlichen Funktionen zuständig. Er gibt wie ein Architekt durch unsere spontanen Reflexe die Befehle zum Essen, Trinken, Atmen. Da in der embryologischen Phase Po noch nicht vollständig entfaltet ist, übernimmt der Po der Mutter noch dessen Funktion und sorgt für eine gesunde Entfaltung des Kindes. Erst nach dem ersten Atemzug wird der Po des Kindes aktiviert und zeigt sich unmittelbar danach durch zahlreiche Überlebensreflexe.

Nicht umsonst wird das Atmen manchmal als das „Pulsieren des Po“ bezeichnet. Er hält unsere Form aufrecht und verleiht uns den (Lebens)Instinkt, (unbewusst) Gefahren aus dem Weg zu gehen und am Leben zu bleiben.

Die Seele des Po regeneriert sich am besten im tiefen, traumlosen Schlaf und wird gerade durch die etwas härteren Übungen des Kung Fu aktiviert und trainiert.

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