Warum tue ich das was ich tue und wie kann ich die Freude daran weitergeben? Meine Gedanken zu „Ba He Fa“, „Medizinisches Qi Gong“, „Taiji Quan“ und Co.

Eine berühmte Persönlichkeit sagte – sinngemäß – einst, es gibt 2 wichtige Tage im Leben. Der Tag an dem man geboren wird und der Tag an dem man herausfindet wozu. Das Leben forderte von mir bei Letzterem durchaus einiges an Geduld. Ich musste einige Zeit das Falsche tun um das Richtige finden zu können.  Schon immer war ich auf der Suche nach – damals nannte ich es noch „Ausgleich“ – etwas, das einen großen Teil meiner körperlich/seelischen Bedürfnisse befriedigen konnte. Stilles und Aktives, muskulär Aufbauendes und auch Entspannendes und dies für alle Bereiche des Körpers. Durch „Ba He Fa“ habe ich etwas gefunden, welches allen Ansprüchen genügt. Es ist ganzheitlich und hat für alle Bedürfnisse das entsprechende Werkzeug.

Alles in unserem Universum materialisiert sich nur, wenn es einen geistigen Impuls bekommt.

Gesundheit ist von den Gedanken abhängig, die wir tagtägich denken, von den Emotionen, die wir fühlen, von den Handlungen die wir tätigen. Wer wirklich gesund werden will, muss viel mehr, als nur Kräuter einnehmen, akpunktiert oder massiert werden. Wer gesund werden will, muss ein komplett neuer Mensch werden!

Ich liebe es die Übungen des Ba He Fa weiterzugeben. Egal ob in der Gruppe oder als Teil des „Medizinischen Qi Gong“ – individuell und ganz konkret für jeden einzelnen Menschen der zu mir kommt. Hier besteht die Herausforderung jeden einzelnen auch abzuholen und Rücksicht zu nehmen auf die konkreten Bedürfnisse. Der beste Plan wie eine derartige Einheit ablaufen soll, nützt nichts, wenn dies mit dem Bedürfnis des Menschen, der sich ein Werkzeug abholen möchte, nicht harmoniert. Immer dabei ist jedoch meine Begeisterung für dieses Übungssystem und die Intention das Gelernte so zu sehen wie einen „coffee to go“ – Übungen lernen, Freude daran finden, mit nach Hause nehmen und „konsumieren“ – jeden Tag. 

Anstatt uns also beispielsweise darauf zu fokussieren 10 kg abzunehmen, könnten wir uns fragen, was für ein Mensch ich werden muss, der sein Idealgewicht erreicht und behält.

Anstatt uns darauf zu fokussieren 1 Millionen Euro zu diesem oder jenen Zeitpunkt zu verdienen, könnten wir uns darauf fokussieren ein Mensch zu werden, dem Geld wichtig ist und der sich damit beschäftigt 1 Millionen Euro zusammenzutragen.

Anstatt sich krampfhaft darauf zu fokussieren eine glückliche Partnerschaft zu erreichen, kann man sich fragen, welche Eigenschaften ein Mensch mit einer glücklichen Partnerschaft besitzt, um dann ein solcher zu werden.

Anstatt uns auf einen erhöhten Blutdruck zu fokussieren, könnten wir uns fragen, wie ein Mensch im Regelfall ist, der einen normalen Blutdruck hat. Es könnte zum Beispiel einer sein, der sich nicht dauernd über alles aufregt, der sich gesund ernährt, der Sport betreibt und sich regelmäßig entspannt. Um dann genau so ein Mensch zu werden.

Einen ganz speziellen Teil meiner Aufmerksamkeit hat von je her „TaijiQuan“ eingenommen. Wie keine andere Disziplin hat es mich gelehrt, dass vieles von meinen körperlichen Problemen durch eine auf den Kopf gestellte energetische Pyramide darstellbar war – ein schwaches Fundament (wie der Spitz der Pyramide) und zu viel Druck und energetischer Stau, durch das viele Denken, im Bereich Kopf/Schultern/ Oberkörper (die Seitenkanten der Pyramide). Es galt die Pyramide zu drehen – so wie es sich für eine Pyramide gehört. Die Seitenkanten unten und der Spitz oben. Taiji half dabei. Mit seiner Aufrichtung und Weichheit konnte Qi wieder zirkulieren und mit seinem Sinken und Loslassen gab es langsam auch wieder viel mehr Qi im Fundament. Jetzt fühlt es sich wieder richtig an. Taiji Quan ist darüber hinaus spannend, vielfältig, widerspenstig – aber auch eine „Lebensaufgabe“ wie eine meiner langjährigen Teilnehmerinnen immer wieder sagt. Aber was gibt es Besseres als eine sinnvolle Aufgabe in seinem Leben zu finden?  

Wenn die Umstände nicht passen, so gilt es die passende Antwort zu finden! Wenn wir Verantwortung übernehmen, so lenken wir den Fokus auf die Antwort, welche bereits im Wort „Verantwortung“ enthalten ist. Denn unsere Umstände, die wir so oft als Ausreden missbrauchen, sind in Wirklichkeit neutral. Es ist unser beurteilender Geist, welcher die Umstände als hinderlich oder fördernd ansieht. Wie viele erfolgreiche Menschen wurden genau deshalb erfolgreich, weil die Umstände oberflächlich betrachtet fürchterlich waren. Viele Menschen wären nicht reich geworden, wenn sie nicht besonders arm gewesen wären. Viele Menschen wären nicht gesund und fit geworden, wenn sie nicht am Anfang krank und schwach gewesen wären. Umstände sind weder gut noch schlecht, der entscheidende Faktor ist unsere Antwort darauf! Wir als Menschen müssen die Veränderung sein, die wir gerne in anderen Menschen sehen möchten.

Schon Göthe hat gesagt: Nicht die Umstände bestimmen uns, sondern wir bestimmen die Umstände.

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